Am Samstag, den 24. Oktober 2026 luden das Katholische Dekanat Bad Saulgau und Biberach zu einem ganz besonderen Tag ein: Dem diesjährigen Ehrenamtsausflug. Ehrenamtliche aus rund 30 Kirchengemeinden folgten dieser Einladung voller Vorfreude. Aufgeteilt auf zwei Busse startete die Reise morgens an den Zustiegsorten in Althausen, Bad Saulgau, Mengen-Ennetach und Hohentengen.
Geistlicher Auftakt im Kloster Hegne
Der erste Meilenstein des Tages führte die Reisegruppe zum Kloster Hegne. In der stimmungsvollen Krypta feierte Dekan Peter Müller gemeinsam mit den Ehrenamtlichen eine Heilige Messe.
• Impuls zur Heimatsheiligen: In seiner Predigt beleuchtete Dekan Müller das Leben der seligen Schwester Ulrika Nisch. Die einfache Ordensschwester aus Mittelbiberach verbrachte den Großteil ihres Lebens schlicht und einfach in der Klosterküche in Bühl.
• Botschaft für den Alltag: Anhand ihres Lebens zeigte Dekan Müller auf, dass wahre Größe nicht in weltlicher Berühmtheit liegt, sondern in der tiefen Verwurzelung im Gebet und der Nächstenliebe. Ihr Leitsatz „Man muss die Läden schließen“ – sprich: im Alltag immer wieder zur Ruhe kommen und die Reize der lauten Welt ausblenden – gab den Teilnehmenden einen wertvollen spirituellen Impuls mit auf den Weg.
Kulturelles Erbe auf der UNESCO-Weltkulturerbeinsel Reichenau
Gut gestärkt und voller Eindrücke ging es am späten Vormittag weiter auf die Insel Reichenau. Vor Ort teilte sich die große Gruppe in zwei Hälften auf, um das UNESCO-Welterbe intensiv zu erleben:
• Abwechselndes Programm: Während eine Gruppe eine informative Stadtrundfahrt per Bus unternahm, erkundete die andere Gruppe die geschichtsträchtige Kirche St. Georg. Im Anschluss wurde gewechselt, sodass alle Teilnehmenden in den Genuss des vollständigen Programms kamen.
• Einblicke in St. Georg: Die Kirche fasziniert vor allem durch ihre weltberühmten ottonischen Wandbilder, die auf der rechten Seite Szenen aus dem Leben Jesu und auf der linken Seite eindrucksvolle Heilungs- und Wundergeschichten (jeweils vier Bildszenen) darstellen.
• Das Münster und die Blutreliquie: Nach einer Pause zur freien Verfügung – die angesichts frischer Temperaturen zwischen 3 °C und 9 °C auch gerne für einen wärmenden Kaffee in gemütlichen Cafés genutzt wurde – berichtete Dekan Peter Müller spontan und anschaulich über das Münster. Er schlug dabei den Bogen zu seiner dortigen Konzelebration am Dreifaltigkeitssonntag bei der Verehrung der wertvollen Blutreliquie. Besonders eindrücklich blieben den Teilnehmenden das im Eingang ruhende Grab von Sankt Georg sowie das kunstvolle Altargitter im Gedächtnis, das den Blick gezielt zum Allerheiligsten lenkt.
Kulinarische Verwöhnmomente dank des „Servicewagens“
Ein herausragender organisatorischer Höhepunkt, der großen Anklang fand, war die mobile Verpflegung durch Rita und Egon Öhler und das engagierte Helferteam rund um Rosalinde Dosser und Teresa Harsch. Sie hatten den „Servicewagen“ im Schlepptau an der Anhängerkupplung dabei und versorgten die Gruppe an den Stationen in Kloster Hegne und auf der Reichenau liebevoll mit Köstlichkeiten:
• Frischer Kaffee, duftender Zopf und Butterbrezeln
• Joghurt, knackige Gemüsesticks, Würstchen und Käse
Gemütlicher Ausklang in Herdwangen
Den krönenden Abschluss dieses ereignisreichen Tages bildete die Fahrt zur Linzgauer Landmetzgerei Knoll in Herdwangen. Im dortigen Festsaal kam die gesamte Gemeinschaft zum gemeinsamen Abendessen zusammen, um in geselliger Runde Erlebnisse und Gespräche zu vertiefen.
Gegen 18:20 Uhr verließ die Gruppe den Festsaal zur Heimreise über Bad Saulgau zurück zu den jeweiligen Ausstiegsorten, wo alle Teilnehmer gegen 19:00 Uhr glücklich, gestärkt und mit tiefen seelischen und gemeinschaftlichen Eindrücken ankamen.
Ein herzliches Vergelts Gott an alle Organisatoren im Bus 2 Dekan Peter Müller im Bus 1 Björn Held, das Helferteam und vor allem an alle ehrenamtlich Engagierten, die das kirchliche Leben in den 30 Gemeinden des Dekanats mit ihrem unermüdlichen Einsatz so wertvoll bereichern!
