Feierliches Patrozinium mit Großem Zapfenstreich in Bad Saulgau
Ein glanzvoller Abend im Zeichen der Tradition und des Glaubens: Die Gemeinde St. Johannes feierte ihr Patrozinium mit hohem Besuch aus Beuron und der Komturei Ravensburg.
Bad Saulgau – Am vergangenen Samstagabend erlebte die Kirchengemeinde St. Johannes einen außergewöhnlich feierlichen Auftakt zu ihrem Patrozinium (St. Johanni). Der Abend vereinte tief verwurzelte kirchliche Liturgie mit beeindruckendem oberschwäbischen Brauchtum.
Festliche Heilige Messe mit den Grabesrittern
Den Auftakt bildete um 19:00 Uhr eine feierliche Heilige Messe in der Stadtpfarrkirche St. Johannes. Als Hauptzelebrant durfte die Gemeinde Erzabt Tutilo Burger OSB aus der Erzabtei Beuron begrüßen, der den Gottesdienst in Konzelebration mit Dekan Peter Müller leitete.
Ein besonderer optischer und spiritueller Akzent war die Teilnahme der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem (Komturei St. Georg Ravensburg). Die Mitglieder des päpstlichen Ordens brachten sich aktiv in die Liturgie ein: Während die Ordensritter in ihren weißen Mänteln den Vorbeterdienst übernahmen übernahmen, wurden die Lesung und die Fürbitten von zwei schwarz gekleideten Ordensdamen vorgetragen, die traditionell mit dem schwarzen Schleier gekleidet waren.
Vigilfeier und Segnung auf dem Marktplatz
Im Anschluss an die Messe verlagerte sich das Geschehen ab 20:15 Uhr auf den stimmungsvoll gefüllten Marktplatz. Hier leitete Erzabt Tutilo Burger die traditionelle Vigilfeier. Im Zentrum standen dabei die feierliche Segnung des Johanneswassers sowie das Entzünden und Segnen des Johannesfeuers – ein alter, symbolträchtiger Brauch zum Johannistag, der das Licht Christi in die Welt tragen soll.
Abendserenade und Großer Zapfenstreich
Den krönenden und hochoffiziellen Abschluss des Abends bildete ab 20:30 Uhr die Abendserenade mit dem Großen Zapfenstreich zu St. Johanni.
Um den zahlreichen Zuschauern und Gottesdienstbesuchern die militärmusikalische Tradition näherzubringen, übernahm Dirk Riegger zu Beginn die Moderation. Er erklärte dem Publikum fachkundig den exakten Ablauf des Zeremoniells sowie die historischen Hintergründe der gespielten Musikstücke. Das feierliche Spektakel, ausgeführt unter den Augen der Ehrengäste aus Kirche und Stadt, fand seinen bewegenden Höhepunkt im gemeinsamen Erklingen der deutschen Nationalhymne, mit der die rundum gelungene und würdige Veranstaltung offiziell endete.